Japanische Nudelsuppe (Ramen)

Findet ihr die momentanen Wetterschwankungen auch so anstrengend? Gerade haben wir ja einen irrsinnigen Kälteeinbruch, heut morgen habe ich mich echt kurz gefragt, ob nicht doch schon Oktober ist. Wettertechnisch hätt’s gepasst. In solchen Situationen macht mich eine japanische Nudelsuppe, auch Ramen genannt, wieder fit. Inspiriert hat mich mein Lieblings-Ramen aus dem MoschMosch, eine Nudelbar in der ich letztes Jahr in Mainz praktisch Stammgast war.

Meine Version ist sehr europäisiert und hat wahrscheinlich nicht mehr so viel mit einem Original Ramen zu tun. Dafür funktioniert sie mit lauter Zutaten, die man bei uns leicht bekommen kann und ist total schnell zubereitet. In 30 Minuten hat man ein komplett fertiges Mahl am Tisch. Eigentlich sollte man für einen Ramen ja eine richtige Brühe ansetzen, schließlich spielt diese eine zentrale Rolle – aber manchmal bleibt einfach keine Zeit, um stundenlang Brühe vorzukochen. Deswegen arbeiten wir hier mit Brühwürfel und werten die Suppe mit gekochtem Gemüse auf.

Wir brauchen: Nudeln (in meinem Fall Spaghetti, hatte keine chinesischen Nudeln oder dergleichen parat), Zucchini, Frühlingszwiebel, Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Sellerie, Paprika, Spinat, Karotten, Hühnerbrüste, Sojasauce und einen Brühwürfel (ob Gemüse, Rind oder Geflügel ist total egal). Da wir mit Sojasauce kochen, kommen wir heute auch mal ganz ohne Salz aus.

Die Nudeln in Salzwasser ganz normal gar kochen und abseihen.

Dann geht’s ans Brühe aufwerten. Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie und Ingwer schälen und in grobe Stücke zerteilen. Mein Tipp zum einfachen Ingwer schälen: mithilfe eines normalen Löffels kann man die Schale ganz einfach abschaben. In einem Topf 1,5l Wasser erhitzen, den Brühwürfel darin auflösen und Gemüse und Fleisch hineinlegen.

Bei niedriger Temperatur kann die Suppe jetzt abgedeckt vor sich hin köcheln. Gemüse und Fleisch geben der Suppe einen tollen, kräftigen Geschmack.

Während die Suppe kocht, bereiten wir die Einlage vor. Die Zucchini habe ich gewaschen, geviertelt und die Kerne herausgeschnitten. Die Karotten werden nur geschält, der Paprika entkernt. Das Gemüse dann in feine Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebel wird geputzt und in Ringerl geschnitten. Beim Spinat musste ich nicht mehr viel machen, da ich tiefgekühlten Blattspinat  benutzt habe. Auftauen, fertig. Wenn ihr frischen Spinat zur Hand habt, müsst ihr den natürlich kurz blanchieren.

Nach ca. einer halben Stunde kann die Suppe durch ein Sieb abgeseiht werden. Das Fleisch vorher herausnehmen. Das zerkochte Suppengemüse brauchen wir nicht mehr. Das Fleisch in Scheiben schneiden.

Die Suppe unbedingt noch mit Sojasauce kräftig abschmecken. Die Suppeneinlagen sind alle ungewürzt, einzig und allein über die Suppe bekommen wir Geschmack an den Ramen. Da die Einlagen den Geschmack sehr stark abmildern, muss die Suppe kräftig schmecken. Wir wollen ja kein fades Essen haben. Dann geht’s ans Anrichten des Ramen: In die Mitte zweier Suppenschüsseln die Nudeln setzen und das Gemüse und das Fleisch drumherum drapieren. Mit Suppe begießen und sofort servieren.

Ein leichtes, sommerliches Essen, das fit macht und absolut nicht schwer im Magen liegt. Ich liebe die Kombination des knackigen Gemüses mit dem zarten Fleisch und der kräftigen Brühe. Man kann übrigens sehr leicht eine vegetarische Ramen-Variante zaubern. Einfach das Fleisch weglassen (wer hätte das gedacht?) und mit Gemüsebrühe arbeiten, die genauso mit gekochtem Gemüse aufgewertet werden kann wie die Fleischbrühe.

Japanische Nudelsuppe
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 2
Zutaten
  • 2 Hühnerbrüste
  • 160g Spaghetti od. chin. Nudeln
  • 125g Sellerie
  • 3-4 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 1 Brühwürfel
  • 1,5l Wasser
  • 50g Spinat
  • 2 Frühlingszwiebelstangen
  • 100g Zucchini
  • ½ Paprika
  • Sojasoße
Zubereitung
  1. In einem Topf das Wasser erhitzen und den Brühwürfel darin auflösen.
  2. Sellerie, 2 Karotten, Knoblauch, Zwiebel und Ingwer schälen und grob zerkleinern. Gemeinsam mit den Hühnerbrüsten in die Brühe legen und zugedeckt 30 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen.
  3. In einem separaten Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln weich kochen, dann abgießen.
  4. Die restlichen Karotten schälen, Zucchini und Paprika putzen und entkernen. Das Gemüse in feine Stifte schneiden. Die Frühlingszwiebel schälen und in Ringe schneiden.
  5. Das Hühnchen aus der Suppe heben und diese durch ein Sieb in einen neuen Topf gießen. Die Suppe mit Sojasoße sehr kräftig abschmecken.
  6. In einer Suppenschüssel die Nudeln mit dem Gemüse anrichten. Die Hühnerbrüste in handliche Portionen aufschneiden und zum Gemüse legen. Alles großzügig mit Suppe begießen. Fertig!

 

Trackback from your site.

Leave a Reply

Rezept bewerten: