Kirchtagsbrezen

Frittiert wird bei mir nicht oft, normalerweise ziehe ich die leichtere Alternative im Backofen vor. Manches schmeckt aber in Fett herausgebacken einfach besser. Zum Beispiel Schnitzel. Oder Krapfen. Diese Kirchtagsbrezen sind Krapfen sehr ähnlich, nur ein bisschen süßer und eben anders. Entdeckt habe ich das Rezept in der aktuellen Märzausgabe des Servus Magazin, das ich in einem leicht angepassten Version unbedingt mit euch teilen muss.

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Wir brauchen: Mehl, Bio-Eier, Zucker, Butter, Milch, Germ, Salz, Mandeln und Marmelade. Ich habe Kirschmarmelade genommen, leider war sie ein bisschen zu flüssig. Greift auf jeden Fall zu festerer Marmelade!

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Gleich als erstes widmen wir uns dem Dampfl. Für ein schönes Dampfl lauwarme Milch mit Germ, etwas Mehl und etwas Zucker (ganz wichtig, ohne Zucker regt sich nix) in einem Häferl verquirlen, bis keine Bröckchen mehr in der Flüssigkeit sind.

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Mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort in Ruhe gehen lassen. Einfach mal eine Viertelstunde nicht hinschauen, das Dampfl erledigt seine Arbeit ganz von selbst und geht wunderbar auf. Je länger ihr das Dampfl stehen lasst, umso höher geht es auf. Eine Viertelstunde reicht uns in dem Fall vollkommen.

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Zucker, Eier und geschmolzene Butter mixen wir schaumig, dann kommt Mehl, Salz und das Dampfl dazu.

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Kneten bis ein glatter, klebriger Teig ensteht.

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Den Teig mit einem Geschirrtuch abgedeckt eine halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen. Ein Backrohr, das gerade am Abkühlen ist, eignet sich gut, da geht der Teig in Windeseile auf. Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, damit er seine Klebrigkeit verliert. Achtet auch unbedingt darauf, dass es angenehm warm ist und keine Zugluft herrscht, wenn ihr den Germteig verarbeitet, damit er schön fluffig und luftig bleibt.

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Den Germteig zu einem Rechteck auswalken, ca. 25×50 cm groß. Dann der längs nach in 2-3 cm dicke Streifen schneiden. Die Streifen mit Marmelade einstreichen und mit Mandeln bestreuen.

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Dann die Streifen gegengleich eindrehen und zu Brezen formen. Brezen habe ich nicht wirklich hinbekommen, aber auch Ringerl und Stangerl schmecken toll.

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In einem Topf ca. 5cm hoch Pflanzenöl einfüllen (ich habe Rapsöl genommen) und die Kirchtagsbrezen portionsweise herausbacken. Das geht ziemlich schnell. Macht euch keine Sorgen, die Marmelade verbrennt nicht auf den Brezen. Sie verschwindet zwar optisch, aber der Geschmack bleibt doch erhalten. Ich hätte mir vom Beispielbild im Servus Magazin ausgehend aber schon erhofft, dass die Marmelade dominanter ist und besser am Teig haftet. Auch wenn es eigentlich unlogisch ist. Die fertig frittierten Brezen auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

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Ich habe die Kirchtagsbrezen mit Marmelade zum Dippen serviert. Ihr könnt sie auch mit Staubzucker bestäuben, aber sie sind von sich aus schon recht süß.

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Die Brezen sind wahnsinnig lecker und haben bei uns keine Stunde nach dem Fotos machen überlebt. Gerade als Abwechslung zu Krapfen oder gebackenen Mäusen sind sie super!

 

Kirchtagsbrezen
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: eine Menge
Zutaten
  • 125ml Milch, lauwarm
  • 300g Mehl
  • 15g Germ
  • 1 Ei, Bio
  • 1 Eidotter, Bio
  • 40g Zucker
  • 30g Butter, zerlassen
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade
  • 1 Handvoll geriebene Mandeln
Zubereitung
  1. Aus der Hälfte der Milch, der Germ, 1EL Mehl und 1TL Zucker ein glatt gerührtes Dampfl herstellen. Mit einem Geschirrtuch abdecken und 15 Minuten gehen lassen.
  2. Ei, Eidotter, Zucker und Butter miteinander schaumig schlagen. Die restliche Milch, Mehl, Dampfl und Salz untermengen, bis ein glatter, klebriger Teig entsteht. Den Teig in einer Schüssel mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.
  3. Eine Arbeitsfläche bemehlen und den Teig darauf kurz durchkneten, bis er nicht mehr klebt. zu einem 25 x 50 cm großen Rechteck auswalken und in 2 cm breite Streifen schneiden.
  4. Die Streifen mit Marmelade einstreichen und mit Mandeln bestreuen, dann eindrehen und zu Brezen formen.
  5. In einem breiten Topf ca. 5cm hoch Öl erhitzen. Ein kleines Teigstück zur Probe hineingleiten lassen, wenn es blubbernd herausbäckt, ist das Fett heiß genug. Die Kirchtagsbrezen schwimmend auf beiden Seiten goldbraun herausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

 

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