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Kürbisquiche – Mein Favorit!

Ich habe den ersten Kürbis geköpft, die Saison ist offiziell eröffnet! Hoffentlich liebt ihr dieses Gemüse genauso sehr wie ich, denn ihr dürft euch auf ganz viele Kürbisrezepte freuen. Anfangen möchte ich mit einer Kürbisquiche – aber nicht irgendeine. Diese Quiche ist meine absolute Lieblingsquiche. Und überhaupt das Beste, was man seinem Kürbis antun kann! Entdeckt habe ich das Lafer-Rezept letztes Jahr, als ich für ein herbstliches Buffet „irgendwas mit Kürbis zum in der Hand halten“ machen wollte. Als Mini-Format war die Kürbisquiche der Renner auf der Party. Liegt vielleicht auch daran, dass sie kalt fast noch besser schmeckt als warm (für ein Partybuffet eine sehr nützliche Eigenschaft). Probiert die Kürbisquiche diesen Herbst einfach mal aus und überzeugt euch selbst!

Wir brauchen: Kürbis, Zwiebeln, Bergkäse, Speck, Butter, Bio-Eier, Crème fraîche, Mehl, Weißweinessig, Petersilie, Schnittlauch, Salz und Pfeffer.

Zuerst mixen wir den Quicheteig zusammen. Das geht unglaublich schnell und unkompliziert. Einfach die weiche Butter mit Mehl, Weißweinessig, einem Ei und ein bisschen Salz verkneten. Ihr könnt die Küchenmaschine zu Hilfe nehmen, aber selbst das ist nicht nötig. Der Teig lässt sich auch per Hand sehr schnell und einfach kneten. Ihr müsst eher darauf achten, dass ihr den Teig nicht zu lange bearbeitet.

Sobald ein glatter Teig entstanden ist, schlagt ihr ihn in Klarischtfolie (oder einem Plastiksackerl) ein und lagert ihn im Kühlschrank. Dort kann er bis zum weiteren Gebrauch ruhen, mindestens aber 30 Minuten.

Jetzt schlachten wir den Kürbis! Beherzt in der Mitte teilen und mit einem Löffel die Kerne herausschaben. Wenn ihr, so wie ich, einen Hokkaido-Kürbis verwendet, könnt ihr die Schale dran lassen, andere Sorten solltet ihr schälen.

Das Kürbisfleisch grob raspeln. Durch die Schale intensiviert sich die orangene Farbe noch zusätzlich. Sieht genial aus!

Die Zwiebeln schälen und würfeln. Den Speck entrinden und ebenfalls in Würfel schneiden. In einer Pfanne ein bisschen Butter erhitzen und Zwiebeln und Speck anbraten. Dann unter die Kürbisraspeln mischen, damit die Zwiebel-Speck-Mischung schneller abkühlt.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt die Springform zu buttern und zu bemehlen, wenn ihr das nicht schon erledigt habt! Außerdem könnt ihr den Ofen einschalten, damit er auf 200°C Heißluft vorheizen kann.

Inzwischen sollte genug Ruhezeit für den Teig vergangen sein, also wird er weiter verarbeitet. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche rollen wir ihn ungefähr kreisrund und ca. 3mm dick aus. Um den doch recht instabilen Teig heil von der Arbeitsfläche in die Springform zu bringen, gibt es einen einfachen Trick: die vier Seiten des Teigs nach innen klappen. Es entsteht ein kompaktes Teigrechteck, dass sich leicht hochheben und in die Form legen lässt. Dann die Seiten wieder auseinanderklappen und den Teig in Form rücken. Ich hatte einen leichten Teigüberhang an einer Seite, den ich kurzerhand abgeschnitten und an der anderen Seite mit zu schmalem Rand drangeklebt habe. So lassen sich Lücken und Fehler mühelos ausbessern und ihr bekommt einen gleichmäßig hohen Rand für eure Kürbisquiche. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen.

Für den Guss reiben wir den Bergkäse und mischen ihn mit den restlichen Eiern und der Crème fraîche.

Der Guss kommt zur Kürbis-Speck-Mischung und wird mit Schnittlauch, Petersilie, Muskatnuss und einer Menge Salz und Pfeffer gewürzt. Achtet darauf, den Belag wirklich kräftig abzuschmecken, damit die Kürbisquiche nachher auch einen schön pikanten Geschmack hat.

Den Belag in die Springform gießen und gleichmäßig verteilen. Ich habe den Teigrand dann noch etwas nach unten geschoben damit er auf Höhe des Belags abschließt.

Auf der untersten Schiene im Backofen braucht die Kürbisquiche ungefähr 30 Minuten. Fertig ist sie, wenn sie goldbraun und starr ist. Vor dem Anschneiden solltet ihr die Kürbisquiche noch 5-10 Minuten auskühlen und sich setzen lassen.

Mir gefällt an der Kürbisquiche besonders, dass sie eine feste Form hat, dabei aber trotzdem luftig schmeckt. Vor allem der Quicheteig ist der Hammer, buttrig-pikant und knusprig. Vogerlsalat eignet sich übrigens wunderbar als Begleiter zur Quiche! Und was übrig bleibt, ergibt einen tollen Lunch morgen in der Arbeit.

5.0 from 3 reviews
Kürbisquiche
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 6
Zutaten
Teig
  • 130g Butter, weich
  • 200g Mehl
  • 1 Ei, Bio
  • 1EL Weißweinessig
  • 1TL Salz
Belag
  • 400g Kürbis, z.B. Hokkaido
  • 2 Zwiebeln
  • 150g Speck
  • 130g Bergkäse
  • 250g Crème fraîche
  • 3 Eier, Bio
  • 2EL Petersilie
  • 2EL Schnittlauch
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • etwas Mehl
  • 2EL Butter
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung
  1. Für den Teig Butter, Mehl, Ei, Weißweinessig und Salz rasch zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie (oder ein Plastiksackerl) wickeln und bis zum Gebrauch im Kühlschrank ruhen lassen (mind. 30-60 Minuten).
  2. Den Kürbis schälen (beim Hokkaido Kürbis kann man die Schale verwenden), halbieren und mithilfe eines Löffels entkernen. Das Fruchtfleisch grob raspeln.
  3. Die Zwiebeln schälen und gemeinsam mit dem Speck fein würfeln. 1EL Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Speck darin anbraten. Dann mit dem geraspelten Kürbis vermischen und abkühlen lassen.
  4. Den Backofen auf 200°C Heißluft vorheizen. Eine Springform mit ein bisschen Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
  5. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn und kreisrund ausrollen (ca. 3mm). Die vier Seiten zur Mitte zusammenschlagen um den ausgerollten Teig in die Form zu heben. In der Springform den Teig auslegen und einen Rand formen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  6. Den Käse fein reiben und mit Crème fraîche und Eiern verrühren.Zur Kürbis-Speck-Mischung leeren. Mit viel Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss kräftig würzen. Petersilie und Schnittlauch unterrühren.
  7. Den Belag auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen. Die Quiche im Ofen auf der untersten Schiene ca. 30 Minuten backen bis die Quiche goldbraun ist. Nach dem Herausnehmen ein bisschen abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Springform lösen.

 

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