Dünnes Pizzabrot

Dieses Rezept ist mein persönlicher Mount Everest. Wirklich. Ich habe es 4 Mal in den Sand gesetzt, bevor ich den Dreh endlich raus hatte. Dabei besteht es im Grunde nur aus Mehl, Wasser und Käse. Aber es hat sich so ausgezahlt, nicht aufzugeben! Es ist unglaublich schnell zubereitet und die Zutaten hat man immer zu Hause. Das Pizzabrot ist knusprig und pikant, die perfekte Alternative zu Chips auf einer Party. Wenn es denn bis Partybeginn überlebt.

Das Originalrezept habe ich auf Chefkoch.de gefunden – [ilink url=“http://www.chefkoch.de/rezepte/1525551257774531/Albertos-duennes-Pizzabrot.html“]Albertos Dünnes Pizzabrot[/ilink]. Doch nach der Anleitung da ist es mir nie gelungen. Deswegen hier meine eigene Version!

Gleich zu Beginn kommen wir zur entscheidenden Rezeptänderung. Ich backe mein Pizzabrot in einer normalen Kuchenform (würde ich eine Pizzapfanne besitzen, wäre die meine erste Wahl). Das Originalrezept verlangt, dass man es auf einem eingeölten Backblech backt. Oder statt einölen mit Backpapier auslegen. Das funktioniert bei mir einfach nicht. Weder einölen, noch Backpapier oder eingeöltes Backpapier oder gebuttert und bemehlt. Ich habe alles versucht, was mir eingefallen ist. Doch auf dem Backblech bleibt der Teig immer kleben. Entweder ist er noch nicht ganz durchgebacken und klebt weich und matschig fest, oder er ist komplett festgebacken. (Ich habe 2 Tage gebraucht um das Blech wieder freizubekommen! Das war übrigens die Backblech-einölen-Variante.)

Also zuerst Kuchenform buttern und bemehlen. Dabei ist nur der Boden wichtig, das Brot wird eh sehr dünn. Den Schritt kann man auch später erledigen, aber ich bereite meine Form immer gern gleich zu Beginn vor, dann muss der fertige Teig nicht rumstehen, sondern kann sofort in den Ofen.

Apropos, Backofen vorheizen nicht vergessen! Als Richtwert: 200°C Heißluft.

Als nächstes machen wir uns an den Teig! Mehl abwiegen und sprudelndes Mineralwasser dazu leeren. Ich verwende immer eine frische Flasche, aus Panik, bei einer älteren Flasche zu wenig Kohlensäure drin zu haben. Aber wahrscheinlich ist es egal.

Salz nicht vergessen. Mir schmeckt es mit einem Teelöffel Salz sehr gut, egal welchen Käse ich nehme. Wer nicht so gern salzig isst, sollte sich vielleicht erst mit weniger herantasten.

Dann kommt noch ein Teelöffel Oregano dazu. Man kann auch andere Kräuter nehmen, Thymian, Rosmarin, Basilikum – stelle ich mir alles toll vor. Oregano ist für mich typisch Pizza, deswegen war das meine erste Wahl.

Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, die Masse mit einem Schneebesen kräftig zu verquirlen. Ich habe darauf vergessen… Nehmt euch daran bitte kein Beispiel.

Es schien mir irgendwie eine viel bessere Idee, mich gleich mit dem Käse zu beschäftigen. Diesmal kommt Feta zum Einsatz, normalerweise nehme ich Mozzarella. Beim nächsten Mal versuche ich eine Mischung aus beiden. Der Mozzarella zerfließt beim Backen so schön, der Feta ist wiederum geschmackvoller.

Eine halbe Packung Käse reicht mir für die Teigmenge. Ihr könnt aber auch mehr nehmen. Alles eine Geschmacksfrage. Grob würfeln und rein in die Schüssel.

Genau in diesem Moment ist mir übrigens aufgefallen, dass ich aufs Verquirlen des Teigs vergessen habe. Also musste ein Löffel ran, mit Schneebesen wird das ja nix bei den großen Brocken. Hat aber erstaunlich gut geklappt.

Danach ab mit der Masse in die Kuchenform. Wie ihr sehen könnt, ist der Teig total flüssig. Das gehört so. Glaubt mir, das wird knusprig!

Den Teig schön gleichmäßig in der Form verstreichen. Ich achte auch immer ein bisschen darauf, den Käse zu verteilen, damit überall welcher ist. Dann noch ein bisschen Olivenöl drüber sprenkeln und ab in den Ofen. In ca. 30 Minuten ist es fertig.

Mmmmh, lecker! Sieht das nicht unglaublich gut aus? Ich mag das Pizzabrot aber am liebsten warm. Dann ist es in der Mitte noch ein wenig weich, und am Rand schön knusprig. Eigentlich sollte man es ein wenig auskühlen lassen. Dann wird es auch noch knuspriger.

Selbstgemachter Hummus schmeckt übrigens toll dazu. Ja, ich mische gerne komplett verschiedene Gerichte miteinander…

Ihr könnt das Pizzabrot auch sehr leicht variieren: mit Mozzarella, verschiedenen Gewürzen, Tomatenscheiben, Zwiebeln, Salami, …. Es ist alles möglich. Ein super Rezept zum Resteverwerten!

 

Hier die Druckversion:

Dünnes Pizzabrot
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 2
Zutaten
  • 75g Weizenmehl
  • 175g Mineralwasser
  • 100g Feta
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Oregano
Zubereitung
  1. Mehl mit Wasser, Salz und Oregano verquirlen.
  2. Feta würfeln und mit der Masse vermengen.
  3. Eine Auflauf- oder Kuchenform buttern und bemehlen. Die Pizzamasse hineinleeren und gleichmäßig verteilen.
  4. Mit Olivenöl besprenkeln.
  5. Bei 200°C Heißluft ca. 30 Minuten backen.

 

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