Schokokuchen und SilikoMart Produkttest

[Sponsored] Wie viele Foodblogger vor mir habe ich nun auch die Gelegenheit ein paar Produkte vom italienischen Silikonformenhersteller SilikoMart auf Herz und Nieren zu testen. Eine tolle Sache, denn ich finde Silikonformen unheimlich praktisch und bin ständig auf der Suche nach guten Backformen. Was erwarte ich mir von guten Silikonbackformen? Sie sollten nicht seltsam riechen, stabil aber trotzdem geschmeidig sein, spülmaschinenfest und die große Stärke von Silikonformen perfekt meistern – nämlich ein Ankleben des Kuchens zu verhindern, auch ohne Einfetten der Form.

Gleich zu Beginn das erste Manko: Die Website von SilikoMart ist leider ziemlich unübersichtlich (obwohl vor kurzem erst erneuert), in der Flut der Produkte verliere zumindest ich recht schnell die Lust, weiter zu stöbern (und der Shop ist ein schlechter Scherz). Aber gut, die Produkte kann man ja auch woanders kaufen, also schauen wir uns mal an, was sie taugen!

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Mein Testpaket beinhaltet Silikonbackförmchen „Mini Wonder Cakes“, eine Teigrolle mit Herzchenmuster und eine Packung Fondant (Zuckerpaste) – alles in tollem Pink. Die Backform ist gut verarbeitet, hat keine unnötigen Kanten, ist geschmeidig und riecht auch komplett neutral. Es ist ein Heftchen beigelegt, mit einem Rezept und einer kleinen bebilderten Anleitung zum Dekorieren der kleinen Kuchen. Leider fehlt mir bei dieser Anleitung der wichtigste Schritt: Wie bekomme ich den Fondant schön auf den Kuchen?

Ich habe kurzerhand das mitgelieferte Kuchenrezept auch ausprobiert, vor allem, da es angeblich genau die richtige Menge für die „Mini Wonder Cakes“ Form sei (ist sie aber nicht). Ich habe lediglich den Kakaoanteil reduziert (der Kuchen wird trotzdem schokoladig genug) und Germ durch Backpulver ersetzt, weil Germ in einem Kuchenrezept ohne Gehzeiten nichts verloren hat.

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Wir brauchen: Eier, Maizena, Zucker, Vanillezucker, Butter, Mehl, Backpulver und Kakao. Klingt schon mal nach einem klassischen Kuchen.

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Eier und Zucker schaumig schlagen, dann die zimmerwarme Butter unterrühren. Mehl, Backpulver und Kakao hineinsieben und mixen bis ein cremiger Teig entsteht.

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Den Teig  2/3 voll in die Förmchen füllen. Das Originalrezept verlangt eine 3/4 Füllung, aber der Kuchen geht doch recht stark auf. Selbst wenn man die Förmchen 3/4 füllt bleibt noch Masse für 2 weitere Mini Kuchen übrig. Im Ofen bei 180°C Heißluft ca. 20 Minuten auf der untersten Schiene backen.

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Den fertig gebackenen Kuchen in der Form auskühlen lassen. Das ist eigentlich bei allen Silikonformen nötig, damit sich der Kuchen schön aus der Form löst.

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Und das tut er auch wirklich! Mit einem leichten Dreh lassen sich die Kuchen problemlos aus der Form lösen. Es bleibt praktisch nichts am Silikon kleben. Ohne einfetten, ohne Stress. Sehr schön. Ich habe die Backform auch gleich einem Geschirrspültest unterzogen. Fazit: Die Form wird wunderbar sauber, es verzieht sich nix und das Silikon bleibt elastisch, glänzend und wie neu. Ob es nach dem 10. Spülgang immer noch so aussieht, kann ich jetzt aber noch nicht sagen.

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Weiter geht’s mit dem Fondant. Es ist erst das zweite Mal in meinem Leben, das ich mit Fondant backe. Ich bin mehr der Creme-Typ, da weiß ich wenigstens was drinnen ist. Doch da der Fondant schon mal im Paket von Silikomart dabei ist, wird er auch ausprobiert.

Im Gegensatz zu meinem letzten Fondant-Erlebnis ist mir bei diesem Produkt sofort aufgefallen, dass der Fondant sehr geschmeidig und weich ist. Außerdem hat er einen schönen Glanz. Zuerst wollte ich ihn auf einer gezuckerten Arbeitsfläche auswalken, doch das ist komplett unnötig, da der Fondant praktisch nicht klebt, weder an der Arbeitsfläche, noch auf dem Nudelholz.

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Sobald der Fondant dünn genug ausgerollt ist (was ziemlich einfach geht), kann man mit einer Muster-Teigrolle ein Muster hineinwalken. Muss man aber nicht. Ich fand die Teigrolle wahnsinnig schwer zum Handhaben. Es fehlen die Griffe, die einem beim Rollen Stabilität geben. Man verrutscht deswegen wahnsinnig leicht, wodurch man das Muster schnell zerstört. Außerdem ist es ziemlich schwer ein wirklich gut sichtbares und gleichmäßiges Muster in den Fondant zu drücken.

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Mein großes Rätsel war nun: Wie bekomme ich den Fondant so wunderbar gleichmäßig auf meinen 3-stöckigen Kuchen, wie die auf dem Foto? Eine Anleitung dazu wird leider nicht mitgeliefert, also heißt’s try-and-error. Meine erste Idee war, den Fondant wie einen Mantel um den Kuchen zu schlagen. Zwei Probleme hatte ich mit dieser Methode: erstens einen irrsinnig hohen Fondantverbrauch und zweitens wahnsinnig viele Falten, also weit entfernt von glatter, gleichmäßiger Oberfläche. Außerdem gehen beim Glattstreichen alle eingedrückten Muster verloren.

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Überzeugt hat mich schließlich Methode Nummer zwei: alle Flächen einzeln ausschneiden. Dafür hilft es natürlich, wenn man passende Keksausstecher hat.

Um die Mini Wonder Cakes nach dieser Methode mit Fondant einzukleiden, müsst ihr zunächst mal den Boden der Kuchen begradigen, damit sie aufrecht und stabil stehen. Dann stecht ihr 3 Kreise aus, die den Durchmesser der 3 Kuchen-Stockwerke haben. Stockwerk 1 und 2 bekommen jeweils noch ein Loch für das nächsthöhere Stockwerk, dann werden die 2 Ringe und der Kreis auf den Kuchen gesetzt. Die Seitenflächen verkleidet ihr mit Fondantstreifen in der passenden Breite. Bestenfalls überlappen sich die einzelnen Fondantstücke ein wenig (meine Keksausstecher waren leider minimal zu klein). Die Ränder könnt ihr dann mit Zuckerguss verkleiden. Wenn ihr Mini-Keksausstecher habt, könnt ihr auch kleine Fondantblumen austechen und den Kuchen damit verzieren. Sowas habe ich nur leider nicht, deswegen gibt’s hier die puristische Version.

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Mein Fazit: Die Qualität der Silikonbackform ist top, und sie ist vielseitig verwendbar. Ich werde sie als nächstes für schicke Parfaits oder Mousses ausprobieren und bin gespannt wie sie sich da macht. Außerdem bin ich schon sehr neugierig, wie die Backform mehrmaliges Waschen, einfrieren, erhitzen usw. mit der Zeit wegsteckt.

Die Teigrolle hat mich nicht überzeugt, sie ist in der Handhabung zu umständlich und bringt auch kein Wow-Ergebnis. Der Fondant lässt sich gut verarbeiten, die Menge reicht aber nicht mal für 6 Törtchen. Außerdem bin ich kein Fan von künstlichem Zuckerzeug und bleibe doch lieber bei der guten alten Buttercreme. Buttercreme würde dem recht staubigen Schokokuchen sowieso gut tun, der so ganz ohne Creme einfach nicht mit mit dem genialen Schoko-Eiklar-Kuchen mithalten kann. Aber als Kuchenboden für Schwarzwälder Kirschtorte oder Joghurttorte eignet sich dieses Rezept sicher super!

Schokokuchen und SilikoMart Produkttest
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 8
Zutaten
  • 4 Bio-Eier
  • 120g Mehl
  • 30g Kakao
  • 80g Maizena
  • 1TL Backpulver
  • 110g Butter
  • 170g Zucker
  • 1TL Vanillezucker
Zubereitung
  1. Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Die zimmerwarme Butter unterrühren.
  2. Mehl, Kakao, Maizena und Backpulver miteinander versieben. Unter die Eimasse rühren, bis ein cremiger Teig entsteht.
  3. Den Teig zu ⅔ in Muffinförmchen füllen. Bei 180°C Heißluft im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene ca. 20 Minuten backen.

 

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