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Howto: Strudelteig

Strudelteig: den macht man nicht selber, den kauft man im Geschäft. Selbermachen ist viel zu aufwendig, nicht wahr? Klar, ein bisschen Aufwand muss man schon auf sich nehmen. Aber es hat auch einen Grund, warum der Apfelstrudel von der Oma immer so gut geschmeckt hat. Das lag nicht nur an den Äpfeln! Ich habe meine Mama gebeten, mir ihr Rezept zu zeigen. Das hat sie seinerzeit von ihrer Mutter gelernt, und die von ihrer… Wenn’s so lange geprüft wurde, dann wird’s wohl gut sein.

Für mein Ostermontags-Menü hatte ich schon meinen ersten Strudelteig-Versuch gewagt, aber das hier ist das ultimative Rezept! Es wird eine riesige Menge. Logisch, wenn man sich schon mal die Arbeit macht, kann man aus dem Teig gleich mehrere Gerichte vorbereiten und dann einfach einfrieren. Der Teig eignet sich für süße wie scharfe Gerichte gleichermaßen.

Wir brauchen: Mehl, Milch, Salz und Fett. Meine Mama schwört auf gutes Schweineschmalz. Vegetarierfreundlich ist neutrales Pflanzenöl.

Die Milch wird mit Wasser gestreckt, dazu kommen die restlichen Zutaten.

Dann erstmal grob mit einem Löffel vermengen.

Die restliche Arbeit erledigt die Küchenmaschine. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig klebrig.

Wenn man keine Küchenmaschine hat, kann man genauso gut mit den Händen kneten. Das sollte man sowieso zum Schluss nochmal, damit der Teig auch wirklich glatt wird. Er darf nicht kleben! Wenn er noch etwas klebt, einfach noch ein bisschen Mehl einarbeiten.

Jetzt kommt der lustigste Teil: den Teig 30 Mal fest auf die Arbeitsfläche pfeffern. Ja, wirklich. 30 Mal. Mit voller Wucht in die Höhe heben und runterwerfen. Ich vermute, dass auf diese Weise Luftblasen  hinein geschlagen werden sollen. Es macht auf jeden Fall Spass!

Anschließen darf der Teig eine Stunde rasten. Einfach zurück in die Schüssel und mit Tuch abdecken.

Einen Tisch mit einem Tuch (in unserem Fall ein normales weißes Tischtuch) abdecken und dieses mit Mehl bestäuben. Die Hälfte des Teigs nehmen, noch einmal glatt kneten und auf das Tuch setzen. Mit einem Nudelholz so dünn wie möglich ausrollen. Jetzt wird’s schwierig, denn jetzt wird der Teig ausgezogen. Mit den Händen unter den Teig greifen und behutsam auseinander ziehen. Auf das Tuch zurücklegen und noch etwas weiter ausziehen. Den Vorgang vorsichtig immer wieder von allen Seiten wiederholen und sich dabei nach und nach nach außen arbeiten. Man muss höllisch aufpassen, dass einem der Teig nicht an einer Stelle zu dünn wird und reißt. Also nicht hektisch sein. Das wird nur mit viel Geduld und Ruhe. Der Teig muss so dünn ausgezogen werden, dass man das Tuch durchscheinen sieht.

Wenn man wie meine Mama Profi ist, kann man übrigens auch auf Pizzabäcker machen und den Teig in der Luft wirbeln, um ihn dünner zu bekommen. Ich bin daran kläglich gescheitert, aber ich übe!

Ein fertig ausgezogener Strudelteig! Was man hier sieht reicht gut für 2 große Apfelstrudel. Und das ist nur die Hälfte des Teigs! Wer kauft da noch Strudelteig im Geschäft?

 

Howto: Strudelteig
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Zutaten
  • 125g Milch mit Wasser auf ½ Liter gestreckt
  • ½ TL Salz
  • 4EL neutrales Pflanzenöl (oder Schmalz)
  • ca. 750g Mehl
Zubereitung
  1. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Eventuell noch Mehl hinzufügen. Der Teig darf nicht kleben.
  2. Den Teig 30 Mal mit Schwung auf die Arbeitsplatte werfen. Dann 1 Stunde zugedeckt rasten lassen.
  3. Einen Tischtuch mit einem Tuch bedecken und mit Mehl bestäuben. Die Hälfte des Teigs zuerst mit dem Nudelholz ausrollen, dann mit den Händen vorsichtig auseinanderziehen, bis der ganze Tisch mit einer dünnen Teigschicht bedeckt ist. Nach Wünsch füllen. Mit der anderen Hälfte wiederholen.

 

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