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Heidelbeertaschen

 Für meine very berry Küchenpost habe ich mich komplett auf Pinterest inspirieren lassen. Fotos sagen einfach mehr als tausend Worte ;) Doch Cherry Hand Pies haben irgendwie mal gar nichts mit Beeren zu tun. Und nur Beeren allein ist sowieso langweilig! Es musste eine Kombination her, die auch bei der momentanen Hitze nicht sofort schlecht wird. Topfen fällt also gleich mal weg. Aber Nüsse bieten sich an! Schon ist die Idee für Heidelbeertaschen geboren.

Zutatenliste: Heidelbeeren, Walnüsse, Zucker, Zitrone, Butter, Mehl, Sauerrahm – und nicht auf’s Foto geschafft haben es: Wasser, Ei, Milch, Rum und Staubzucker.

Wir beginnen mit dem Plunderteig, frei nach smitten kitchen. Dafür Mehl mit Butter verkneten bis lauter krümelige Klumpen entstehen.

Sauerrahm, Zitronensaf und Wasser miteinander vermischen, dann schnell unter die Butter-Mehl-Krümmel kneten. Ich habe die Flüssigkeitsmenge von smitten kitchen halbiert, das halt absolut ausgereicht für einen geschmeidigen (bzw. leicht klebrigen) Teig. Der Teig muss auch kaum geknetet werden, er mischt sich praktisch von allein.

Den fertigen Teig in Klarsichtfolie einschlagen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Während der Teig im Kühlschrank chillt, bleibt genug Zeit zur Vorbereitung der Füllung! Wer so wie ich ganze Walnüsse hat (handverlesen aus Omas Garten!), muss diese erstmal klein mahlen. So ein Hexler ist dafür ziemlich praktisch. Man kann aber auch einfach gleich gemahlene Nüsse kaufen und sich die Arbeit ersparen.

In einem Topf Butter und Milch erhitzen. Den Zucker hinzufügen und unter ständigem Rühren auflösen. Dann die Walnüsse dazu geben, die Hitze reduzieren und die Masse etwas eindicken lassen. Vorsicht, es kann leicht anbrennen! Wenn die Masse zu flüssig ist, kann man mit der Zugabe von Mehl nachhelfen.

Die klebrige Nussmasse erstmal abkühlen lassen, dann einen guten Schuss Rum einrühren. Den kann man auch weglassen. Aber Rum und Walnüsse harmonieren einfach super!

Damit ist die Füllung vorbereitet und wir können uns wieder dem Teig zuwenden. Ich habe ihn in 2 Teile geteilt und erstmal nur einen Teil bearbeitet und den zweiten weiterhin im Kühlschrank gelagert. Je kälter der Teig ist, desto besser lässt er sich verarbeiten.

Den Plunderteig auf einer stark bemehlten Arbeitsfläche ca. 2-3mm dick ausrollen und mit einem Keksausstecher große Kreise austechen. Man kann auch einen Dessertring als Ausstecher nehmen (das war meine Wahl) – oder eine Tupperdose. Hauptsache die Kreise werden nicht zu klein, sonst wird’s schwierig mit dem Einfüllen der Füllung.

Den überschüssigen Teig rund um die ausgestochenen Kreise kann man wieder zusammenfassen und nochmals ausrollen. Nicht vergessen den Teig dazwischen im Kühlschrank wieder runterzukühlen!

Die Füllung in einer Kreishälfte platzieren und mit ein paar Heidelbeeren bestücken.

Dann die freie Teighälfte über die Füllung schlagen und die Ränder fest zusammendrücken.

Die Heidelbeertaschen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit einem Messer oben kleine Lufteinschnitte machen. Das hilft, dass die Taschen nicht unkontrolliert aufplatzen. Ein Ei mit 2EL kaltem Wasser verquirlen und die Heidelbeertaschen damit einpinseln. Schon können sie bei 180°C Heißluft in den vorgeheizten Ofen!

Nach ca. 20 Minuten kommen die Heidelbeertaschen goldbraun aus dem Ofen.

Wenn man möchte, kann man sie nach dem Abkühlen noch mit einem Rum- oder Zitronen-Zuckerguss verzieren. Ich habe mich für die Rumvariante entschieden. Wie viel Rum ich auf 250g Staubzucker gebraucht habe, kann ich nur schätzen. Am besten arbeitet man sich vorsichtig Teelöffelweise an die gewünschte Konsistenz heran. Der Guss sollte flüssig genug sein, dass er vom Löffel tropft, aber nicht so flüssig, dass er beim Auftragen auf die Heidelbeertaschen sofort zerläuft.

Die Heidelbeertaschen haben eine knusprige Außenhülle und ein weiches, unverschämt süßes Innenleben. Eine schöne Abwechslung zu Muffins und Kuchen, die es definitiv noch öfters geben wird!

Heidelbeertaschen
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 30
Zutaten
Teig
  • 300g Mehl
  • 225g kalte Butter
  • Prise Salz
  • 60g Sauerrahm
  • 2EL Zitronensaft
  • 60ml kaltes Wasser
  • 1 Eigelb
Füllung
  • 150g Walnüsse
  • 200g Heidelbeeren
  • 135g Zucker
  • 100ml Milch
  • 50g Mehl
  • 25g Butter
  • Rum
Zubereitung
  1. Für den Teig Mehl, Salz und Butter miteinander verkneten, bis eine krümelige Masse entsteht.
  2. Sauerrahm mit Zitronensaft und Wasser mischen und unter den Teig kneten. Nicht zu viel kneten, sonst wird der Teig zu klebrig.
  3. Den Teig in Plastikfolie schlagen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Für die Füllung Butter und Milch in einem Topf erhitzen. Den Zucker einrühren, bis er sich aufgelöst hat.
  5. Die Wallnüsse fein mahlen (oder schon gemahlene kaufen) und in die Flüssigkeit rühren. Bei mittlere Hitze ein wenig eindicken lassen, dann vom Herd nehmen. Wenn die Masse zu dünnflüssig ist, mit Mehl andicken. Beiseite stellen und vollständig abkühlen lassen. Dann einen Schuss Rum einrühren.
  6. Dann den kalten Teig ca. ½ cm dick auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Mit einem großen Keksausstecher (oder einem Dessertring) Kreise ausstechen.
  7. Auf jeden Kreis ½ TL Nussmasse streichen und mit ein paar Heidelbeeren bestücken. Zusammenfalten und den Rand gut zusammendrücken.
  8. Die Teigtaschen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech platzieren. Mit einem Messer in jede Teigtasche ein kleines Loch stechen. Dann mit einem mit ein wenig Wasser verschlagenen Eigelb bestreichen. Bei 180°C ca. 15-20 Minuten backen, bis die Teigtaschen goldbraun sind.
  9. Optional können die Teigtaschen nach dem Auskühlen mit einer Glasur aus Staubzucker, Rum und Wasser bestrichen werden.

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