Tomatenrisotto mit Ratatouille

Ich bin ein riesiger Risotto Fan. Ob mit Erbsen und Rindfleisch, mit Huhn und Zitrone, vollgepackt mit Kräuter und Bergkäse oder oder oder… Risotto ist einfach unglaublich vielseitig! Leider auch ganz schlecht in kleinen Portionen zu kochen und gleichzeitig unendlich sättigend. Deswegen kommt Risotto nur selten auf den Tisch. Am nächsten Tag aufgewärmt schmeckt es einfach nicht mehr so gut, die Cremigkeit geht flöten und ein kompakter Klumpen bleibt zurück. Aber frisch zubereitet ist es ein Traum!

Zucchini, Tomaten, knackiges Gemüse in leuchtenden Farben, frischer Geschmack – Grundpfeiler der pikanten Seite meines kulinarischen Sommers. Das Tomatenrisotto ist meine Hommage an diesen Sommer.

Für das Ratatouille brauchen wir: 2 sonnengereifte Tomaten, eine grüne und eine gelbe Zucchini (2 grüne sind genauso gut, aber die gelbe macht optisch mehr her), eine halbe Zwiebel, eine Knoblauchzehe, Gemüsebrühe, ein Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und Olivenöl.

Die Zucchinis und die Tomaten schneiden wir in dünne Scheiben. Die Scheiben sollten nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn sein. So ca. 2mm wäre optimal. Eine Gemüsehobel, bei der man die Dicke einstellen kann, beschleunigt die Arbeit erheblich.

Nun schichten wir die Gemüsescheiben abwechselnd in eine Auflaufform. Ist das nicht ein geniales Muster? Legt das Gemüse so eng wie nur möglich und nutzt jede freie Fläche aus.

Als nächstes würfeln wir die Zwiebel und die Knoblauchzehe und schwitzen sie in einem kleinen Topf mit etwas Olivenöl an. Wenn die Zwiebel glasig wird, die Gemüsebrühe dazu leeren und ein Lorbeerblatt einlegen. Einmal aufkochen und dann gute 5 Minuten köcheln lassen, damit das Lorbeerblatt sein tolles Aroma an den Sud abgeben kann. Dann den Sud durch ein Sieb über das Gemüse leeren, bis das Gemüse zur Hälfte in der Brühe steht. Das Gemüse mit etwas Olivenöl besprenkeln und eine Prise Salz darüberstreuen. Die Auflaufform entweder mit einem Deckel oder mit Alufolie abdecken und bei 150°C Heißluft in den vorgeheizten Ofen schieben.

Nach 45 Minuten holen wir das Ratatouille wieder aus dem Ofen und gießen die Brühe vorsichtig ab (ich habe den Sud aufgefangen und später mit der Gemüsebrühe für das Risotto gemischt). Das Gemüse noch einmal mit ein bisschen Olivenöl besprenkeln und für weitere 15 Minuten bei 180°C Heißluft in den Ofen schieben. Diesmal aber ohne Deckel!

Während das Ratatouille vor sich hin köchelt, rühren wir das Tomatenrisotto zusammen. Dafür brauchen wir: Gemüsebrühe, Butter, Zwiebel, Knoblauch, Dosentomaten, Risottoreis (ich hatte nur normalen Reis zu Hause, damit geht’s auch. Risottoreis lässt sich aber leichter verarbeiten.), Basilikum, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Weißwein verwenden wir hier nicht, die nötige Säure bekommen wir über die Dosentomaten.

Ein Stück Butter mit einem Schuss Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch klein hacken und im Topf bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Den Reis dazugeben und kurz mitdünsten.

Den Reis mit einer halben Dose Tomaten ablöschen. Die Hitze etwas reduzieren, damit die Flüssigkeit nicht verdampft, bevor der Reis sie aufnehmen kann. Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer etwas würzen. In einem zweiten Topf die Gemüsebrühe warm machen. Würden wir kalte Brühe zum Reis leeren, würde sich der Kochprozess stark verlängern, weil ständig die Temperatur sinkt.

Jetzt gießen wir schöpflöffelweise die Gemüsebrühe zum Risotto und lassen den Reis unter ständigem Rühren langsam aufquellen.

Es dauert ein bisschen, aber mit der Zeit merkt man, wie das Risotto immer cremiger und weicher wird. Beim Umrühren ist vor allem wichtig, dass man nicht nur oberflächlich rührt, sondern den Boden bearbeitet, damit nichts anbrennen kann. Ev. braucht ihr auch nicht die gesamte Brühe. Wie viel man braucht kommt sehr stark darauf an, wie gut der Reis die Flüssigkeit aufnimmt.

Wenn der Reis soweit aufgequollen ist, dass er eine cremige Konsistenz mit einem bissfesten Kern hat (wie bei al dente Nudeln!), können wir das Tomatenrisotto finalisieren. Den Parmesan reiben und gemeinsam mit der eiskalten Butter unter das Risotto rühren. Dadurch wird das Tomatenrisotto schön sämig und bekommt eine würzige Note. Den Topf von der Hitze nehmen und frisch gehackten Basilikum unterrühren.

Jetzt noch final mit Salz und Pfeffer abschmecken, und schon kann angerichtet werden! So muss Risotto sein: cremig und gehaltvoll.

Auf das Risotto ein wenig Ratatouille setzen, mit Basilikum und Pfeffer garnieren. Da springt einem der Sommer förmlich entgegen!

Das Ratatouille ähnelt irgendwie einem warmen Salat und hat einen intensiven Zucchinigeschmack (wenn man bei Zucchini überhaupt von intensiv sprechen kann). Ich liebe es, wenn Zucchini ihren Eigengeschmack preisgeben. Durch das Tomatenrisotto bekommt das Gericht dann genau die richtige pikante Note. Absolut lecker! Sogar dem Vorkoster, ein erklärter Zucchini- und Tomatenverschmäher, hat es außerordentlich gut gemundet. Das soll was heißen!

Tomatenrisotto mit Ratatouille
 
Arbeitszeit
Kochzeit
Zeit insgesamt
 
Portionen: 2-3
Zutaten
Ratatouille
  • 2 Tomaten
  • 2 Zucchini
  • ½ Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen (od. 1 große)
  • 200ml Brühe (Gemüse oder Geflügel)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
Tomatenrisotto
  • 500ml Brühe (Gemüse oder Geflügel), heiß
  • ½ Dose Tomaten
  • ½ Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen (od. 1 große)
  • 1EL Olivenöl
  • 150g Risottoreis
  • 40g Parmesan
  • 50g kalte Butter
  • Basilikum
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung
Ratatouille
  1. Tomaten und Zucchini waschen und in feine Scheiben schneiden (eine Hachel hilft da sehr!).
  2. Die Gemüsescheiben abwechselnd und dicht aneinander in eine Backform schichten.
  3. Den Ofen auf 150°C Heißluft vorheizen.
  4. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. In einem Topf 1EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig dünsten. Brühe und Lorbeerblatt hinzufügen und kurz aufkochen. Ein paar Minuten köcheln lassen.
  5. Die Brühe durch ein Sieb in die Backform gießen, bis die Form zur Hälfte gefüllt ist. Dann das Gemüse kräftig salzen und pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Backform abdecken und 45 im Ofen backen. Dann die Sauce abgießen und die Backform für 15 Minuten bei 180°C Heißluft zurück in den Ofen stellen.
Tomatenrisotto
  1. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. In etwas Olivenöl glasig dünsten. Den Risottoreis dazu geben und unter Rühren ebenfalls glasig dünsten. Mit den Tomaten ablöschen.
  2. Den Reis mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und bei niedriger Hitze die Flüssigkeit langsam einkochen lassen. Dabei ständig rühren. Immer wieder heiße Brühe nachgießen und so lange köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. So lange wiederholen, bis die Brühe aufgebraucht ist.
  3. Den Parmesan fein reiben und mit der Butter zum Binden unter das Risotto rühren. Zuletzt den Basilikum grob zerrupfen und untermischen. Das Risotto mit Salz abschmecken und mit Ratatouille anrichten.

 

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